"Der will doch nur spielen..."

"... sagen die einen. Der Hund gehört nicht an den Strand, sagen die anderen.
Warum Hunde am Strand oft zum Streit führen - und wie man ihn vermeidet.

Nirgendwo sonst geraten Hundeliebhaber und Hundehasser mehr aneinander als im Urlaub am Strand. "Nichts zu suchen haben die Köter hier!", schimpfen die einen. "Hunde machen auch nicht mehr Dreck und Lärm als Kinder und Raucher", sagen die anderen. Was irgendwie stimmt. Hunde sind reinliche Tiere. Und wer Dosen liegen lässt, Pampers oder Zigarettenkippen im Sand vergräbt, verschmutzt die Umwelt genauso wie jemand, der keine Hundetüten benutzt.
Auf der anderen Seite wissen Hundeunerfahrene oft nicht, wie sich ein Tier mit oder ohne Leine richtig verhält. Wenn Bello freudig auf ein Kind mit Ball

zuspringt, kann das Eltern schnell in Panik versetzen. Alle Argumente in Sachen Hund am Strand findet man zur Zeit im Internet unter dieser Adresse (klicken auf "Umfragen/Hunde am Meer"). Der Betreiber Peter Rohde aus Heide (Schleswig-Holstein) hatte eine Umfrage gestartet, die sich zu einer heftigen, mehrseitigen Netzdiskusion ausgeweitet hat. Derzeitiges Zwischenergebnis: 35%fordern, dass Hunde am Badestrand verboten werden, 60% finden Hunde am Strand OK und 4% ist es einfach egal. Aber wer hat denn nun Recht? "Niemand" sagt Barbara Ditzel von der Interessengemeinschaft Deutscher

Hundehalter (IDH) in Bremen. "Wer einen Hund hat, sollte auch das Recht haben, mit ihm seinen Urlaub zu verbringen." Um den Streit zu vermeiden, helfen nur "Sensibilität, Verantwortungsbewustsein und Kompromissbereitschaft - von beiden Seiten," sagt Barbara Ditzel.
Aus diesem Grund hat die Interessengemeinschaft einige Verhaltensregeln für Hundehalter entwickelt, wie sie eigentlich selbstverständlich sein sollten. Die Regeln sind einfach, zumutbar und sorgen von vornherein dafür, dass das Thema gar nicht erst zum Streit wird:

  • Vor dem Strandbesuch mit dem Hund Gassi gehen
  • Stets eine Plastiktüte dabei haben und die Hinterlassenschaften beseitigen
  • Wenn der Hund gern gräbt, dann bitte nicht in der Nähe des Strandnachbarn und hinterher die Gruben wieder zuschütten
  • Beim Stöckchen werfen freies Gelände suchen
  • Halten Sie sich in dicht belagerten Strandabschnitten an die Leinenpflicht (wenn vorhanden)
  • Untalentierte Stöckchenwerfer, hyperaktive Hunde und notorische Kläffer sind besser an einsamen Stränden aufgehoben.
  • Quelle: "Tier-Bild Spezial 07/2004"

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